Bericht ThemenTag Portrait
Thema: Portrait im Stidio
Ort: Art-Line Photostudio, Radolfzell
Pate und Autor: Hans
Teilnehmer: Erna, Gabi, Georg, JensP, JensW, Mario, Martin, Werner und Hans
Wir führten einen Thementag zum Thema Portrait im Art-Line Mietstudio durch.
Die erste schwerwiegende Aufgabe, die es zu bewältigen gab, war, die vielen Equipment-Kisten in den ersten Stock des Studios zu tragen. Ein kleines Fitnessprogramm zu Beginn – aber wie so oft gilt: Viele Hände, schnelles Ende.
Zu Beginn wurden Beispiele gezeigt, was Portraitfotografie alles bedeuten kann. Es gab Aufnahmen von geblitzten Outdoor-Portraits, ergänzt durch Erklärungen zur technischen Umsetzung. Ebenso wurde gezeigt, wie ein Portrait mit Hilfe eines Accessoires zu einer kleinen Geschichte werden kann (das war das mit dem Seil – sorgt immer für Gesprächsstoff). Auch Beispiele vor und nach dem Make-up wurden präsentiert – mit durchaus beeindruckenden Verwandlungen.
Am Bildschirm folgten weitere Portraits, die ausschließlich mit Tageslicht entstanden sind – meist im Schatten, unter Brücken oder am Eingang von Höhlen. Orte also, an denen man sonst nicht unbedingt als erstes ein Shooting vermuten würde.
Im Theorieteil kamen zudem schöne Ergänzungen und Erfahrungen der Mitwirkenden zum Tragen – ein reger Austausch, bei dem man merkte, wie viel Wissen in der Runde steckt.
Danach ging es in die „theoretische“ Praxis über.
Das erste „Opfer“ war Jens P., der diese Rolle tapfer annahm. Hans fotografierte ihn unter verschiedenen Lichtbedingungen – alles mit einer Blitzanlage. Dabei kamen unterschiedliche Lichtformer zum Einsatz, vom Beauty Dish bis zur Softbox, hier auch liebevoll „Schlabbersack“ genannt.
Die Lichtrichtung wurde verändert, um zu zeigen, wie sich die Wirkung auf die Kopfform optisch auswirken kann – manchmal erstaunlich, was ein paar Grad Unterschied ausmachen. Auch Glanzlichter wurden mit Puder reduziert, was nicht nur fotografisch sinnvoll, sondern auch optisch beruhigend war.
Bei Erna wurde deutlich, wie Gegenlicht die Haare lebendiger erscheinen lässt – ein Effekt, der fast schon ein wenig Zauberei vermuten ließ.
Bei Georg kamen zusätzlich die Hände zum Einsatz, um ein lebendiges Portrait zu gestalten – plötzlich hatte das Bild gleich viel mehr Ausdruck.
Martin war schließlich an der Reihe, um zu demonstrieren, wie eine andere Kopfform durch angepasstes Licht besser zur Geltung gebracht werden kann – jedes Gesicht hat eben seine Schokoladenseite, man muss sie nur finden.
Anschließend war es Zeit, die Kaffeemaschine von Erna in Betrieb zu nehmen, den Zopf von Gabi anzuschneiden und eine kleine Pause einzulegen. Diese wurde nicht nur zur Stärkung genutzt, sondern auch für angeregte Gespräche – und vermutlich die ein oder andere fachliche Diskussion mit Kaffeetasse in der Hand.
Danach bestand die Möglichkeit, den Portraitaufbau mit den eigenen Kameras selbst auszuprobieren – was vielfach genutzt wurde. Endlich selbst Hand anlegen statt nur zuschauen.
Eine kleine Herausforderung war dabei die Notwendigkeit, die Belichtungsvorschau an der Kamera auszuschalten – was bei dem einen oder anderen zunächst für leichte Verwirrung sorgte.
Werner brachte zudem eine Optik aus dem Jahr 1939 mit – ein echtes Stück Geschichte, das nicht nur funktionierte, sondern auch für neugierige Blicke sorgte.
Nach vier Stunden Theorie und Praxis – und sicherlich einigen neuen Erkenntnissen – haben wir den Thementag Portrait abgeschlossen. Es war ein schönes gemeinsames „Erleben“, bei dem neben dem Lernen auch der Spaß definitiv nicht zu kurz kam.
























