Bilder von Verena und Jörg

Bilder von Frank

Bericht zum Thementag „Steinbockwanderung“

Thema: Steinbockwanderung

Ort: Beatenberg, Niederhorn Bergrestaurant

Pate: Jörg

Teilnehmer: Verena, Jörg und Frank

Am Mittwoch, 26.07.2017, um 12 Uhr ging es los. Frank, Jörg und Verena fuhren gemeinsam los in Richtung Schweizer Berge. Ihr Ziel: eine Steinbock-Wanderung am Beatenberg bei Interlaken.

Nach einer sensationellen Fahrtzeit von 2h20 wurde ein kleiner Zwischenstopp in Interlaken eingelegt. Schließlich hatten wir noch kein Mittagessen und die vorbereiteten Sandwichs wurden noch am Parkplatz verputzt. Gut gestärkt ging es in die Innenstadt, wo wir uns in die Menge der Touristen mischten und schließlich ein nettes Plätzchen für einen Cappuccino fanden. Als letzte Chance die Ausrüstung vor der „Bergbesteigung“ noch upzudaten, besuchten wir den Verkaufsladen eines namhaften Schweizer Outdoor-Ausstatters mit urzeitlichem Wappentier.
Dann wurde es ernst und die Fahrt zur Talstation am Niederhorn wurde wieder aufgenommen. Am Ende einer sehr langgezogenen Bergumfahrung fanden wir die Station und einen Parkplatz, um das Auto über Nacht sicher abzustellen.

Beim Ticketschalter der Seilbahn waren wir schon vorgemerkt. Sie händigten uns die Fahrscheine aus und los ging es. In einem Gondel-Dreier-Gespann, schnappten wir uns die hinterste Gondel, damit wir bei der Fahrt bereits einen Blick über die schneebedeckten Jungfrau, Mönch und Eiger schweifen lassen können. Das Wetter war auch auf unserer Seite und freudig mit den ersten Panorama-Schüssen ging es zur Bergstation.

Dort angekommen, bezogen wir auf der Berghütte unsere Zimmer und schnappten die Foto-Ausrüstung zur weiteren Erkundung. Am Bergkamm wanderten wir zwischen Niederhorn weiter bis zum Burgfeldstand. Es wehte ein guter Wind auf 2063 m ü.M. Und auf unserer Tour wurden die ersten Gämsen entdeckt. Jörg wagte sich sogar bis auf 5m an sie heran.

Langsam machte sich nach so viel frischer Luft Hunger bemerkbar und wir beschlossen zurück zur Berghütte zu gehen. Ein Tisch war für uns bereits gedeckt, als wir ankamen. Kurz aufs Zimmer etwas frisch machen und dann wurde im Berghaus Niederhorn auf 1950 M ü.M mit grandiosem Panorama geschlemmt.
Es gab Sigriswiler Bratwurst mit hausgemachter Zwiebelsauce und Rösti, Poulet-Burger mit Tomate, Salatgurke, roten Zwiebeln,
dazu Coleslaw-Salat und Pommes frites und feine Rösti überbacken mit Käse, serviert mit Champignonrahmsauce und Gemüse… Gestärkt und bei einem Glas Rotwein wurde unsere erste Foto-Auswahl besprochen und Pläne für den nächsten Morgen gemacht. Gut gelaunt ging der Abend zu Ende.

Leider machte sich der Wecker bereits am frühen Morgen bemerkbar.
Das Niederhorn war im Sprühnebel versunken. Wir hatten leider keine Chance auf einen Sonnenaufgangsbild. Um 7h00 war das Treffen mit unserem Bergführer. Also frühstückten wir die von der Berghütte vorbereiteten Lunch-Pakete und gingen zum Treffpunkt.
Das Wetter war nicht optimal. Der Sprühnebel blieb hartnäckig und die Gruppe aus 15 Personen wurde vom Bergführer mit Swarovski-Ferngläsern ausgestattet. Nach einer kurzen Einweisung und Verhaltensregeln ging es los.
Routiniert, da wir vom Vortag die Strecke ja bereits gelaufen waren, folgten wir – die Kameras gut geschützt vor dem bösen Nass.

Es ging über Stock und Stein, doch kein Wildtier war zu sehen – die fanden das Wetter vermutlich auch nicht so toll. Erst am Burgfeldstand nach einer kurzen Rast, sah man die erste größere Gämsen-Gruppe mit Kleintieren, die man fotografieren konnte. Aber von Steinböcken weit und breit nichts zu sehen.
Die Sonne kam langsam zutage und der Bergführer ließ uns die Wahl wieder den gleichen Weg zurück zu wandern – oder selbständig den Weg zur Mittelstation auf einem anderen Wanderweg zu laufen. Wir entschieden uns für letzteres und schlossen uns einem Pärchen an, die über den Güggisgrat noch zum Gemmenalphorn (2’061m) wandern wollten.
An einem abgewandten Steilhang sahen wir eine große Gruppe Gämsen, die friedlich grasten, Jungtiere waren dabei und wir freuten uns über die Foto-Session.

Auf dem Weg zurück ins Tal konnten wir, jetzt nur noch als Fotofreunde, schöne Panorama- und Pflanzen-Aufnahmen machen.
Wir folgten dem offiziellen Wanderweg und merkten langsam, dass es bis zur Mittelstation „Vorsass“ doch noch ein weiter Weg ist. Über unwegsames Gelände „kämpften“ wir uns über Steinplatten, Wurzeln und Dickicht. Endlich war das Bärgrestaurant Vorsass (kein Schreibfehler-die Schweizer halt) in Sicht. Das Ziel vor Augen ging es plötzlich wieder besser mit dem Laufen. Ein uriger Tisch mit Enzian geschmückt wurde von uns annektiert. Die Rucksäcke schnell abgezogen und bei strahlendem Sonnenschein gab es Kuchen für alle zur Stärkung.
Gut gelaunt erwischten wir die nächste Gondel-Abfahrt und mit grandiosem Bergpanorama „landeten“ wir in der Talstation. Die letzten Fotos waren im Kasten. Wir freuten uns wahnsinnig über die angenehmen Autositze. Während der Rückfahrt wurde es teilweise dann doch etwas ruhiger. Der/die anderen (bis auf den Fahrer Jörg) versanken kurzfristig in „innere Betrachtung“. Bei einer super Verkehrslage rund um Zürich, kamen wir on time an unserem Treffpunkt vom Vortag an.

Danke an Jörg für die prima Organisation und an Frank für den tollen, gemeinsamen Foto-Ausflug in die Berge! Beim nächsten Mal sind dann hoffentlich auch die Steinböcke aus den Ferien zurück.