Bilder von Frank

Bericht zum Thementag „Eichhörnchenweg“

Thema: Eichhörnchen

Ort: Arosa

Pate: Verena

Teilnehmer: Verena, Petra, Jörg, Frank und Klaus

Am Samstag frühmorgens -eigentlich noch vor dem Aufstehen- machten sich zwei Fahrgemeinschaften von Fotofreunden aus Überlingen/Radolfzell und Luzern auf den Weg nach Arosa. Gewissermaßen im Synchronflug (nur eben auf unterschiedlichen Fahrtrouten) eilten sie dem Ziel entgegen, wilde helvetische Waldbewohner zu fotografieren.

Und “nein!“, die Augen der Fotofreunde waren nicht wegen der Restmüdigkeit nur in Schlitzbreite geöffnet, sondern wegen der schon am frühen Morgen prachtvoll funkelnden Sonne. Es waren die ersten Anzeichen eines sensationellen Tages, die uns veranlassten den Rolladen zu schließen und die Pupillen auf Blende 320 zuzukneifen.

In Arosa ankommend offenbarte sich eine erste Hürde. Einige Fotofreunde verschmolzen -mittels Tarnkleidung (keine offizielles Blende 20 Shirt am Mann) – quasi mit ihrer Umwelt, weshalb die Reiseleitung zunächst ungebremst vorbeirauschte. Graham Bells Erfindung (Handy) sei Dank konnte die Reiseleitung eingebremst und zur spontanen Halse bewegt werden. Kurz darauf konnte die Reiseleitung von der restlichen Mannschaft begrüßt werden und sich den spontanen Komplimenten und Hinweisen zu verfügbaren Sehhilfen stellen.

Die Fototaschen waren gepackt. Am Start waren Fujifilm, Canon, Nikon und ein Sonylein, welches sich aber später nicht so recht raus trauen wollte.

Bestechungsmaterial (Haselnüssen, Erdnüsse und Wallnüsse) war ebenso dosiert und verpackt wie ein paar Kekse zur Stärkung der Teilnehmer.

Nachdem Klaus, Petra, Frank, Verena & Jörg sich durch das Dickicht des Waldes auf dem gut ausgebauten Waldweg immer tiefer in das Habitat der Wildtiere wagten und todesmutig die Tiere durch die natürlichen Ruflaute wie „Nüsschen“, „Frühstück“, „der Kaffee ist fertig“ und „Mäuschen“,… anlockten, ließen diese uns noch einige Zeit warten. Endlich, nach ca. 20 Minuten kamen sie ganz vereinzelt hinter den Bäumen und Büschen hervor. Beäugten die Fotofreunde von allen Seiten, bis sie sicher waren, dass hier keine Gefahr drohte.

Unbeeindruckt davon streckten die Fotofreunde todesmutig ihre Hände mit Nüssen entgegen… und tatsächlich, der Bann war gebrochen – Eichhörnchen, Tannenhäher, Tannenmeisen, ließen sich füttern und gleichzeitig fotografieren.

Vorsichtig wurden die winzigen Pfötchen auf unsere Hände gelegt, um sich dann mit beherztem Biss die Nuss zu schnappen und in etwas Abstand genüsslich zu verspeisen. Manchmal war auch ein Finger dabei, aber dann ganz sachte. Es fiel auf, dass einige Teilnehmer extrem gut mit handverlesenen geschälten Haselnüssen vorbereitet waren, die besonders gerne angenommen wurden.

Erschöpft von der ersten Fotosession wurden die Kekse als Proviant verputzt, um wieder zu Kräften zu kommen.

Ein Teilnehmer war (natürlich mal wieder) verschwunden.  Die restlichen Fotofreunde waren schon kurz davor einen Suchtrupp zu organisieren als der verlorene Fotofreund wohlbehalten aus dem Dickicht hervorkam. Es stellte sich heraus, dass er von einer 3-köpfigen Eichhörnchen Bande in Schach gehalten worden war. Während A- und B-Hörnchen vor der Nikon posierten, versuchte Tripple-X C-Hörnchen hinterrücks den aufgehängten Fotorucksack auf links zu drehen um die darin befindlichen Nüsse zu erobern. Jedoch ein Eichelhäher, der bis dahin leer ausgegangen war, “verpfiff“ die Bande. Nach Zahlung einer angemessenen Ablöse (2 Wallnüsse und 4 Erdnüsse) konnte die Belagerung aufgehoben werden und der Fotograf wurde aus dem Dschungel freigelassen.

Die Zeit verlief wie im Flug und als die Fotofreunde aus dem Wald kamen war es bereits 13Uhr.

Es wurde beschlossen weiter zum Fürstentum Lichtenstein zu fahren. Auf dem Weg dahin machten die hungrigen Fotofreunde Halt im Heidiland.

Das reichhaltige Buffet war genau das Richtige. Gestärkt und mit neuer Kraft ging es weiter.

Das Fürstenschloss in Vaduz war das Ziel. Leider war der Fürst außer Haus, aber es konnte ein Erinnerungsfoto mit den Fotofreunden vor den Schlossmauern gemacht werden. Das mit dem Fürsten-Kaffeeklatsch machen wir dann ein anderes Mal…

In Vaduz Central-City war es der Reiseleitung nach ausgiebiger Recherche spontan gelungen ein Parkhaus zu finden, dass keine Parkgebühren verlangten – im “Franken-Land“ eine echte Rarität. Schnell ging es weiter durch das saubere und ruhige Städtchen am Fuße des Fürstenschlosses. Nach abgeschlossenem Sightseeing durch Gassen und deren Kunstobjekte, wurde ein Bistro zum Verweilen ausgesucht. Mit Aperol Spritz, Cola, Eisbecher ließen wir den eindrücklichen Tag Revue passieren und genossen die Nachmittagssonne.

Gegen 17 Uhr machten sich alle glücklich und bepackt mit etlichen Megabytes auf den Speicherkarten mehr wieder auf den Heimweg. Wie auch die vier Musketiere, glaubten wir, niemand kann uns nun mehr auseinander reißen …. bis uns die Navigationssysteme erbarmungslos voneinander trennten. Während Team Luzern auf die Auffahrt Sevelen gelotst wurde zog die Navidüse von Team Radolfzell die Auffahrt Zollstraße vor.